Nice 2 Know IT

Grundlagen Virtualisierung - Was man über das Thema wissen sollte

Virtualisierung - ein häufig verwendeter Begriff, doch was ist darunter zu verstehen?

Das Thema Virtualisierung ist aus der heutigen IT nicht mehr weg zu denken. Auch die Verschiebung einiger Dienste in die Datenwolke (Cloud, außerhalb des eigenen lokalen Netzwerkes) treibt diese Technik weiter voran. Was man unter Virtualisierung versteht und was Server-Konsolidierung damit zu tun hat, versuche ich in wenigen Worten über diesen Beitrag etwas näher zu erläutern.

 

Was ist Virtualisierung?

Kurz gesagt, abstrahiert Virtualisierung die physische Hardware vom Betriebssystem. Um das genau zu verstehen betrachte einfach folgende Grafik. Hier siehst du eine klassische Architektur wie du sie bereits kennst.

Grundlagen Virtualisierung

 

Hier ist eine klassische 1:1 Bindung zu sehen. Auf vorhandener Hardware (die in diesem Fall einen PC darstellt) ist ein Betriebssystem installiert (Windows / Linux Mac OSx) auf welcher wiederum Anwendungen wie Office, Spiele oder was auch immer installiert ist. Dem Betriebssystem stehen dabei alle Ressourcen alleine zur Verfügung.

Bei der Virtualisierung wird zwischen der Hardware-Schicht und der Betriebssystem-Schicht eine weitere Schicht hinzugefügt. Du ahnst es schon? Richtig, eine Virtualisierungsschicht. Dies lässt sich wie folgt darstellen.

Grundlagen Virtualisierung

 

In vielen Foren und Blogs wird diese Schicht auch als HyperVisor-Schicht bezeichnet. Das ist haargenau genommen etwas unglücklich ausgedrückt (aber nicht falsch), denn der HyperVisor stellt die Virtualisierungsschicht zur Verfügung, reguliert die Ressourcenverteilung und übernimmt die Adressierung angeforderter Hardwareressourcen. Durch die Virtualisierungsschicht wird die klassische 1:1 Bindung komplett aufgehoben.

 

Was ist eine virtuelle Maschine

In Betrachtung an die obere Grafik ist eine virtuelle Maschine ein Synonym für ein virtuelles System auf der Basis einer Virtualisierungstechnik wie VMware oder Microsoft HyperV. Unter IT-Fachleuten spricht man auch kurz von VM. Um eine VM zu betreiben braucht man in erste Linie Hardware, welche Virtualisierungstechniken unterstützen und einen sogenannten HyperVisor wie VMware oder Microsoft HyperV.

 

Virtualisierungstypen

Ein HyperVisor (auch Virtual Maschine Manager – VMM genannt) hat die Aufgabe virtuelle Maschinen zu erzeugen und ihnen vorhandene Hardware vorzutäuschen. Einen HyperVisor unterscheidet der Experte in zwei verschiedene Typen. Es gibt den sogenannten Typ1 und Typ2 HyperVisor. Folgende Grafik verdeutlicht den Unterschied.

Grundlagen Virtualisierung

Typ1 HyperVisor

  • Dieser Typ läuft direkt auf der Hardware des Hostsystems (auch Trägersystem genannt) und hat als einziger die Kontrolle über verankerte Hardware. Für die Zuteilung und Verwaltung der Ressourcen welche die VM’s beanspruchen ist ausschließlich der HyperVisor verantwortlich. Dieser HyperVisor ist zugleich der performanteste.

 

Typ2 HyperVisor

  • Dieser Typ wird auch „gehostete Virtualisierung“ genannt, da es im Vergleich zu Typ1 ein Betriebssystem voraussetzt und es sich aus der Sicht des Hostsystems um eine reine Anwendung handelt. Aus der Sicht des virtuellen Gastsystems gibt es keinen Unterschied zwischen Typ1 und Typ2. Nur kann der Typ2 HyperVisor wesentlich weniger Ressourcen zur Verfügung stellen, da er für seinen eigenen betriebserhalt eigene reservieren muss.

 

Warum virtualisiert man?

Der Grund dafür ist Konsolidierung. Was sich kompliziert anhört beschreibt nichts anderes als die Zusammenführung einzelner Serversysteme auf wenige oder einen physischen Server. Diese Entwicklung ist ein Ergebnis aus der IT wo System gerne nach dem Prinzip One Service / One Server (1:1) ausgerollt werden. Das Prinzip 1:1 geht also sehr zu Lasten der Umwelt und des Unternehmers, der die Geräte anschafft.

Grundlagen Virtualisierung

 

Worauf ist bei Virtualisierung zu achten?

Grundsätzlich lässt sich fast alles virtualisieren. Die Frage ist nur ob das Sinn macht. Ein physischer Server, dessen Prozessorauslastung permanent bei 50% und drüber liegt ist garantiert kein geeigneter Kandidat für eine Virtualisierung. Worauf es nun ankommt und welches Grundlagenwissen man definitiv drauf haben muss um erfolgreich zu virtualisieren, erfahrt ihr ebenfalls demnächst auf dieser Seite.

 Bewerte den Beitrag
1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 (4 Votes)

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Copyright © 2017. All Rights Reserved.